Josef Pilates (1880-1967) wurde in der Nähe von Düsseldorf geboren. Als Kind litt er an Rachitis, Asthma und Rheuma und begann daher schon früh mit einem intensiven Körper-Training: Neben Gymnastik und Skifahren beschäftigte er sich auch mit Yoga und Zen-Meditation. Von 1912 an verdiente sich Pilates in England sein Geld als professioneller Boxer und Zirkusartist. Als Gefangener während des Ersten Weltkriegs interniert, entwickelte er sein Trainings-System. Bei vielen Tanz- und Bühnenschulen gehört Pilates zur Ausbildung. Die Übungen nach Pilates verbessern die Technik der Studenten und senken deren Verletzungsanfälligkeit.
Das Training nach Pilates arbeitet einerseits an den Muskeln, schult aber auch die Körperwahrnehmung. Der Schwerpunkt liegt auf der Qualität der Bewegungen. Es wird in ruhigem Fluss trainiert, unterstützt von begleitender Atemtechnik. Mit sehr feinen und genauen Korrekturen verbessert man eingefahrene Bewegungsmuster und Schwachstellen im Körper. Die Übungen sind speziell darauf ausgerichtet, den Rücken und die Körpermitte, und davon ausgehend die Muskeln des gesamten Körpers zu stützen und zu stärken. Der Körper baut sich dabei langsam von innen heraus auf. Die unzähligen Übungen auf der Matte lassen sich ganz den individuellen Bedürfnissen und der jeweiligen körperlichen Verfassung des Trainierenden anpassen, daher ist dieses Training für alle geeignet.